DVF Präsidiumswahl 20263. Oktober · ab 9 UhrFORUM Mindelheim
RAU & HENNFür den DVF · Wahl 2026

Wahlunterstützung für Rau und Henn

Erfahrung behalten.Erneuerung wagen.

Wolfgang Rau · PräsidentAnnelie Henn · Vizepräsidentin

Am 3. Oktober 2026 entscheiden die DVF-Mitglieder in Mindelheim über das neue Präsidium. Wolfgang Rau und Annelie Henn treten gemeinsam an: mit Erfahrung, einer ehrlichen Bilanz und einem konkreten Auftrag zur Verbesserung.

Zum Stimmzettel
Wahlsignet: verbundene Formen in Terrakotta und Braun mit goldenem Akzent

12

Jahre Verantwortung als Präsident

Eine ehrliche Bilanz der letzten 12 Jahre

Viel geleistet.

Nicht alles richtig gemacht.

Wolfgang Rau führt den DVF seit 2014. In diesen zwölf Jahren wurden Wettbewerbe, Ausstellungen und die öffentliche Präsenz des Verbandes getragen und weiterentwickelt. Diese Kontinuität und das dabei entstandene Wissen sind wertvoll.

Zu einer glaubwürdigen Bilanz gehört ebenso: Es gab Fehler. Vor allem Kommunikation und IT rund um die Wettbewerbe müssen verlässlicher, verständlicher und näher an den Mitgliedern werden. Wolfgang Rau und Annelie Henn wollen diese Probleme nicht kleinreden, sondern bereinigen.

Ihr Versprechen: Bewährtes sichern, Kritik ernst nehmen und aus Fehlern sichtbare Verbesserungen machen.

Wolfgang Rau als DVF-Präsident 2014 ↗

Was jetzt besser werden soll

Drei Aufgaben für die nächste Amtszeit.

Erfahrung ist dann überzeugend, wenn sie Veränderung möglich macht. Rau und Henn verbinden deshalb Kontinuität mit klaren Verbesserungszielen.

01

Offener kommunizieren

Entscheidungen früher erklären, Zuständigkeiten sichtbar machen und Rückmeldungen beantworten. Annelie Henn möchte monatlich oder alle zwei Monate digitale Treffen mit Bildbesprechungen, Vorträgen und offenen Fragerunden anbieten. Besonders weniger erfahrene Mitglieder sollen dort Hilfe bei Wettbewerben, Einreichungen und ihrer fotografischen Entwicklung erhalten.

02

IT und Wettbewerbe verlässlich machen

Abläufe rund um Ausschreibungen, Einreichungen, Jurierungen und Ergebnisse sollen verständlicher und technisch stabiler werden. Der aus Nord- und Süddeutscher Fotomeisterschaft entstandene gemeinsame Printcup soll durch verlässliche Ausrichter jährlich gesichert werden. Der Schwarzweiß-Printcup soll im Wechsel mit dem Portfoliowettbewerb fortgeführt werden.

03

Fotografie fördern und schützen

Ausstellungen, Journal, Portfolios und hochwertige Kataloge sollen Fotografie als Kunst- und Kulturgut sichtbar machen. Wolfgang Rau will die beschlossene Abgrenzung gegenüber generativ erzeugten Bildern bewahren. KI-gestützte Werkzeuge der Bildbearbeitung, die fotografische Bearbeitung erleichtern, unterscheidet er ausdrücklich davon.

Ein Team mit unterschiedlichen Stärken.

Wolfgang Rau kandidiert erneut für das Präsidentenamt, Annelie Henn für das Amt der Vizepräsidentin. Gemeinsam tragen sie Verantwortung; ihre persönlichen Stellungnahmen zeigen unterschiedliche Erfahrungen und Schwerpunkte.

Porträt von Wolfgang Rau

Kandidat für das Präsidentenamt

Wolfgang Rau

Seit mehr als 50 Jahren fotografiert er. Er war Juror bei nationalen und internationalen Wettbewerben und verbindet zwölf Jahre Führungserfahrung mit juristischer Kompetenz als Spezialist in Fotorecht. Er ist außerdem Autor des Buches „Fotorecht – Ihr Ratgeber für den fotografischen Alltag“, das bereits in der fünften, aktualisierten und erweiterten Auflage vorliegt.

Fotorecht verständlich vermitteln

Praxiswissen für Fotografierende.

Sein Buch erklärt anhand von Beispielen die Rechte und Pflichten beim Fotografieren, Veröffentlichen und Verwerten von Bildern: vom Urheberrecht über die Panoramafreiheit bis zum Recht am eigenen Bild. Auch KI, Datenschutz und Drohnenfotografie werden behandelt.

Mehr zum Buch beim Rheinwerk Verlag ↗

Sein Verhältnis zur Fotografie: Fotografieren bedeutet für ihn Entspannung. Wegen der Verbandsarbeit blieb dafür zuletzt wenig Zeit; an Wettbewerben nimmt er bewusst nicht teil.

  • Kontinuität als Präsident und Justitiar
  • Schutz der Fotografie vor einer Aufweichung durch generativ erzeugte Bilder
  • Verlässliche Wettbewerbe und Weiterentwicklung von Printcup und Schwarzweiß-Printcup
  • Kooperationen, Ausstellungen und mehr Sichtbarkeit für den DVF
  • Sachliche Kritik aufnehmen und Fehler in Kommunikation und Wettbewerbs-IT korrigieren
Porträt von Annelie Henn

Kandidatin für das Vizepräsidentinnenamt

Annelie Henn

Fotografie begleitet sie seit ihrem siebten Lebensjahr – von der Dunkelkammer während ihrer Arbeit in der Genetik bis zu ihren Erfolgen als zweifache Deutsche Fotomeisterin, Deutsche Vize-Fotomeisterin und Gewinnerin des Fotowettbewerbs Blende auf Landes- und Bundesebene. Sie trägt die Auszeichnung EFIAP Silber und juriert nationale und internationale Wettbewerbe.

  • Organisation von DFM, Printcup, Schwarzweiß-Printcup, Portfolio- und Themenwettbewerb
  • Kuration, Druckvorbereitung sowie Gestaltung von Plakaten, Roll-ups und Bannern
  • Gestaltung und Redaktion des neuen DVF-Journals
  • Beiträge für Facebook und Bundeswebsite
  • Jugendförderung und direkter Mitgliederkontakt

Persönliche Beweggründe

Warum beide ihre Arbeit fortsetzen wollen.

Beide bringen als Selbstständige einen erheblichen Teil ihrer verfügbaren Zeit ein; nach Angaben der Unterstützerinitiative beansprucht die Aufgabe sie nahezu in Vollzeit. Trotz der Belastung wollen sie ihre Arbeit für die Fotografinnen und Fotografen fortsetzen.

Wolfgang Rau

Erfahrung nutzen, Erreichtes weiterentwickeln.

Nach reiflicher Überlegung kandidiert er erneut, um die nach seiner Wahrnehmung von vielen innerhalb und außerhalb des DVF anerkannte Arbeit fortzusetzen.

Er möchte bewahren, was das Präsidium mit Annelie Henn und Ute Krämer insbesondere in den vergangenen vier Jahren aufgebaut hat, und es weiter verbessern. Bei mehr als 4.000 Mitgliedern könne nicht jede Entscheidung allen Erwartungen entsprechen. Entscheidend sei, sich sachlicher Kritik zu stellen, notwendige und mehrheitlich erwartete Verbesserungen vorzunehmen und die Energie auf die Fotografie und die gemeinsame Verbandsarbeit zu richten.

Ein maßgeblicher Grund seiner Kandidatur ist der Schutz der künstlerischen Fotografie: Der Ausschluss generativ erzeugter Bilder im DVF soll bestehen bleiben. Zugleich möchte er die über Jahre gewachsenen Beziehungen in der Fotoszene vertiefen und die Tradition des 1908 gegründeten Verbandes lebendig weiterführen.

Annelie Henn

Der Fotografie und ihren Menschen etwas zurückgeben.

Aus lebenslanger Begeisterung und eigenen Wettbewerbserfolgen entstand ihr Wunsch, andere Fotografierende zu unterstützen und ihre Bilder sichtbar zu machen.

Sie betrachtet Wettbewerbe und Ausstellungen nicht nur organisatorisch, sondern aus der Perspektive der Teilnehmenden. Die sorgfältige Behandlung der Bilder, die Gestaltung des Journals und das Kuratieren von Ausstellungen bereiten ihr besondere Freude – ebenso der Moment, in dem die Arbeiten beim Publikum ankommen.

In ihrer ersten Amtsperiode kam der direkte Kontakt zu den Mitgliedern aus ihrer Sicht zu kurz. Künftig möchte sie persönlicher ansprechbar sein, Wissen weitergeben, Wünsche früher aufnehmen und die Gemeinschaft durch regelmäßigen digitalen Austausch stärken.

Fotografie als Kunstform

Ein Journal, das Bilder ernst nimmt.

Annelie Henn hat auf Grundlage ihrer langjährigen Layout- und Ausstellungserfahrung das neue Erscheinungsbild des DVF-Journals entwickelt und arbeitet redaktionell mit. Es gibt Fotografinnen und Fotografen Raum für Bildstrecken, Portfolios und Geschichten – und zeigt öffentlich die Qualität der Arbeiten im Verband.

3.Die dritte Ausgabe der neuen Gestaltung erscheint in Kürze

Die ersten Ausgaben haben viel positive Resonanz erhalten. Konkrete Verbesserungswünsche sollen in die kommenden Ausgaben einfließen: offen, lernbereit und mit dem Anspruch, das Journal Ausgabe für Ausgabe besser zu machen.

Das mit den Gremien 2024 besprochene Konzept sieht sechs Ausgaben pro Jahr mit Schwerpunkt auf guten Fotografien vor. Kurzfristige Nachrichten und die Aktivitäten der Landesverbände sollen aktueller auf der Website erscheinen. Der bisherige Redakteur Karl-Heinz Tobias schied nach Wolfgang Raus Darstellung einvernehmlich aus der redaktionellen Verantwortung aus und betreut diese Landesverbandsseiten weiter.

Die Zusammenarbeit mit dem Tecklenborg Verlag wird ausgebaut: Neben den Katalogen der Bundeswettbewerbe soll er auch das Journal drucken.

Arbeit, die Bilder sichtbar macht.

Gemeinsam haben Wolfgang Rau und Annelie Henn DVF-Fotografie auf Messen, Festivals und an Ausstellungsorten präsentiert. Die Reihe begann mit einer Schwarzweiß-Ausstellung bei der früheren Photo + Adventure in Duisburg. Es folgten unter anderem PHOTOPIA Hamburg, Naturfototage Fürstenfeldbruck, Oberstdorfer Fotogipfel, Laupheimer Fototage und WunderWelten am Bodensee.

Hinzu kommen Printcup, Deutsche Fotomeisterschaft und Themenwettbewerb an mehreren Orten sowie im Zweijahreswechsel Portfolio- und Schwarzweiß-Printcup. Annelie Henn organisiert die Wettbewerbe, bereitet Ausstellungen für den Druck vor, kuratiert und gestaltet die begleitenden Medien.

Wolfgang Rau hebt die gewachsene Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Fotoindustrie und CEWE hervor. Trotz einer für Sponsoring schwierigen wirtschaftlichen Lage der Branche sollen Gegengeschäfte und die langjährige Kooperation mit CEWE zahlreiche Ausstellungen ermöglichen, ohne dafür Mitgliedsbeiträge einzusetzen. Im Gegenzug unterstützt der DVF unter anderem den CEWE Photo Award „Our world is beautiful“.

Die öffentliche Präsenz habe den DVF bekannter gemacht, neue Mitglieder angesprochen und dazu geführt, dass Veranstalter den Verband gezielt erneut einladen. Als Beispiel nennt Wolfgang Rau ein bei der PHOTOPIA gewonnenes Mitglied, das wenige Monate nach seinem Eintritt den Portfoliowettbewerb gewann.

12Ausstellungen an neun Orten pro Jahr
14Wochenenden für Jurierungen und Ausstellungen 2025
5Jurierungen der Bundeswettbewerbe 2025

Erreicht und weiterzuführen

Entscheidungen mit Wirkung.

Ein gemeinsamer Printcup

Auf Initiative des Präsidiums wurden Nord- und Süddeutsche Fotomeisterschaft zu einem einheitlichen Bundeswettbewerb mit gemeinsamen Regeln zusammengeführt. Nun soll eine tragfähige Ausrichterregelung verhindern, dass der Wettbewerb ausfällt; dazu ist ein Antrag für den Verbandstag in Mindelheim vorgesehen.

Schwarzweiß bleibt eigenständig

Als Angebot für die vielen Freundinnen und Freunde der Schwarzweißfotografie wurde ein reiner Schwarzweiß-Printcup geschaffen. Er knüpft an die Lücke des früheren, nicht zum DVF gehörenden Emscherbruch-Wettbewerbs an und soll alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Portfoliowettbewerb stattfinden. Als kein Ausrichter verfügbar war, übernahm das Präsidium diese Aufgabe selbst.

Ein zeitgemäßer Auftritt

Präsidium und Landesvorsitzende beschlossen ein neues Logo anstelle des bisherigen Zeichens mit Nationalfarben. Das von Wolfgang Elster ursprünglich für die Website entwickelte Logo soll den DVF zeitgemäßer zeigen. Zugleich wurden die Wettbewerbskataloge qualitativ weiterentwickelt, damit sie dauerhaft gern aufbewahrt werden.

Anerkennung und Netzwerk

Das gemeinsam mit führenden Fotografen des Verbandes beschlossene Statement gegen generativ erzeugte Bilder habe innerhalb und außerhalb des DVF Anerkennung gefunden. Ausstellungen und die Unterstützung durch den Photoindustrie-Verband hätten das Standing des DVF in der Fotoszene weiter gestärkt. Diese gewachsenen Beziehungen und Freundschaften möchte Wolfgang Rau im Interesse der künstlerischen Fotografie vertiefen.

Jugendförderung

Junge Fotografie braucht Raum und Anerkennung.

Seit Beginn ihrer Vorstandsarbeit gibt Annelie Henn jungen Fotografierenden im Journal eine eigene Plattform: Jede und jeder Jugendliche kann Bilder und Erfolge auf einer eigenen DIN-A4-Seite vorstellen.

Die fünf Jugendgruppen treffen sich einmal jährlich mit ihren Betreuerinnen und Betreuern an wechselnden Orten zum Fotografieren, Lernen und Austausch. Diese Aktivitäten möchte sie ausbauen und die dabei entstehenden Arbeiten häufiger auf Fotomessen und Festivals zeigen.

Junge Menschen sollen im DVF nicht nur teilnehmen, sondern Anerkennung erhalten und mit ihren eigenen Sichtweisen öffentlich sichtbar sein.

Fragen und Antworten

Was Sie vor der Wahl wissen möchten.

Wolfgang Rau und Annelie Henn beantworten Fragen zu ihrer Arbeit und den nächsten Schritten.

Motivation und Erfahrung

01Warum kandidierst du erneut, Wolfgang?

Wolfgang Rau

Nach reiflicher Überlegung möchte ich unsere Arbeit fortsetzen. Was Annelie Henn, Ute Krämer und ich insbesondere in den letzten vier Jahren aufgebaut haben, soll bewahrt und weiterentwickelt werden. Dazu gehören die Sichtbarkeit unserer Fotografierenden, verlässliche Wettbewerbe und der Schutz der künstlerischen Fotografie. Sachlicher Kritik stellen wir uns; notwendige Verbesserungen wollen wir vornehmen.

02Was motiviert dich persönlich, Annelie?

Annelie Henn

Ich fotografiere seit meinem siebten Lebensjahr, habe in der Genetik analog gearbeitet und meine Bilder selbst entwickelt. Nach meinen eigenen Erfolgen möchte ich etwas zurückgeben. Als zweifache Deutsche Fotomeisterin, Deutsche Vize-Fotomeisterin, EFIAP Silber und Gewinnerin des Fotowettbewerbs Blende kenne ich die Perspektive der Teilnehmenden. Besonders am Herzen liegen mir junge und weniger erfahrene Fotografierende.

03Welche fotografische und fachliche Erfahrung bringst du mit, Wolfgang?

Wolfgang Rau

Ich fotografiere seit über 50 Jahren. Fotografieren ist für mich Entspannung, auch wenn die Verbandsarbeit zuletzt wenig Zeit dafür ließ. An Wettbewerben nehme ich bewusst nicht teil; als Juror war ich national und international tätig. Als Jurist und Spezialist in Fotorecht bringe ich zusätzlich fachliche Kompetenz und zwölf Jahre Erfahrung als DVF-Präsident mit. Mein Buch „Fotorecht – Ihr Ratgeber für den fotografischen Alltag“ liegt bereits in der fünften, aktualisierten und erweiterten Auflage vor. Darin vermittle ich Foto- und Bildrecht anhand praktischer Beispiele.

04Welche Aufgaben übernimmst du selbst, Annelie?

Annelie Henn

Ich organisiere DFM, Printcup, Schwarzweiß-Printcup, Portfolio- und Themenwettbewerb, bereite Ausstellungen für den Druck vor und kuratiere sie. Dazu kommen Plakate, Roll-ups, Banner, das neue Journal sowie Beiträge für Facebook und Bundeswebsite. Ein großer Aufgabenbereich sind die Wettbewerbskataloge, insbesondere die jährlich über 200 Seiten umfassenden „Bilderwelten“ – in Nachfolge von Wolfgang Gorski. Außerdem juriere ich nationale und internationale Wettbewerbe.

05Was haben die Mitglieder von eurer bisherigen Arbeit?

Wolfgang Rau

Wir haben die Präsenz des DVF auf Fotoevents ausgebaut und gewachsene Beziehungen zu Veranstaltern und Fotoindustrie genutzt. Kooperationen und Gegengeschäfte ermöglichen Ausstellungen, ohne dafür den Etat aus Mitgliedergeldern anzutasten. Sie bringen Aufmerksamkeit und neue Mitglieder.

Annelie Henn

Die Mitglieder bekommen Möglichkeiten, ihre Bilder einzureichen und öffentlich zu zeigen: in Wettbewerben, Ausstellungen, Portfolios und im Journal. Nach meiner Aufstellung kommen wir auf zwölf Ausstellungen an neun Orten pro Jahr, darunter mindestens zwei Jugendausstellungen. 2025 waren wir für Jurierungen und Ausstellungen an 14 Wochenenden im Einsatz.

06Warum ist dir das neue Journal besonders wichtig, Annelie?

Annelie Henn

Ich möchte ein ästhetisch und qualitativ hochwertiges Journal gestalten, das man aufbewahrt und wieder zur Hand nimmt. Im Redaktionsteam wirken Hartmut Faustmann und Manfred Kriegelstein mit ihrer Erfahrung mit. Bildstrecken und Portfolios geben unseren Mitgliedern Raum und zeigen ihr Können. Die positive Resonanz bestärkt uns; konkrete Verbesserungswünsche sollen aufgenommen werden.

07Was soll bei Printcup und Schwarzweiß-Printcup weitergehen, Wolfgang?

Wolfgang Rau

Der gemeinsame Printcup hat die frühere Trennung zwischen Nord- und Süddeutscher Fotomeisterschaft abgelöst. Noch zu lösen ist die jährliche Ausrichtung; dazu ist ein Antrag für Mindelheim vorgesehen. Den neuen Schwarzweiß-Printcup wollen wir alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Portfolio fortführen. Als kein Ausrichter verfügbar war, hat das Präsidium die Ausrichtung selbst übernommen.

08Was ist bereits für junge Fotografierende entstanden, Annelie?

Annelie Henn

Junge Fotografierende erhalten im Journal eine eigene DIN-A4-Seite für Bilder und Erfolge. Unsere fünf Jugendgruppen treffen sich jährlich mit ihren Betreuenden an wechselnden Orten, fotografieren gemeinsam und lernen voneinander. Diese Begegnungen möchte ich ausbauen und die dort entstandenen Arbeiten häufiger auf Fotomessen und Festivals präsentieren.

09Was möchtet ihr in der nächsten Amtsperiode verbessern?

Wolfgang Rau

Wir wollen Erreichtes weiterentwickeln und sachliche Kritik aufnehmen. Nicht jede Entscheidung kann bei mehr als 4.000 Mitgliedern alle Erwartungen erfüllen. Das ist kein Grund, notwendige Verbesserungen zu unterlassen.

Annelie Henn

Der direkte Mitgliederkontakt kam aus meiner Sicht zu kurz. Künftig wünsche ich mir monatlich oder alle zwei Monate digitale Treffen, etwa über Zoom: mit Bildbesprechungen, Vorträgen und offenen Fragen. Gerade weniger erfahrene Mitglieder möchte ich bei Wettbewerben und ihrer Entwicklung unterstützen – ergänzend zu den Fotoclubs vor Ort.

10Wo ziehst du beim Thema KI die Grenze, Wolfgang?

Wolfgang Rau

Ich unterscheide generativ erzeugte Bilder von KI-gestützter fotografischer Bildbearbeitung. Das gemeinsam mit Spitzenfotografen erarbeitete Statement schließt generativ erzeugte Bilder im DVF aus. Diese Grenze möchte ich bewahren. Computerkunst kann ihren eigenen Wert haben; sie soll aber nicht mit künstlerischer Fotografie gleichgesetzt werden.

Ihre Fragen an das Team

11Warum sollen wir euch nach zwölf Jahren und trotz Fehlern wieder wählen?

Wolfgang Rau

Erfahrung allein genügt nicht. Entscheidend ist, dass wir Erreichtes benennen und erkannte Schwächen verbessern. Unsere Kontakte, Wettbewerbserfahrung und juristische Kompetenz sind eine Grundlage, um Probleme zu lösen, nicht um sie zu entschuldigen.

Annelie Henn

Ich möchte die direkte Verbindung zu unseren Mitgliedern stärken. Die Aufbauarbeit bei Ausstellungen und Journal schafft dafür bessere Voraussetzungen. Ihr sollt nicht nur unsere Leistungen sehen, sondern auch mit uns Fragen, Kritik und Wünsche besprechen können.

12Wie wird die Wettbewerbs-IT konkret verlässlicher – und woran können wir Fortschritt erkennen?

Wolfgang Rau

Ein sinnvoller nächster Schritt wäre eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme: Welche Fehler treten auf, wer ist zuständig und was hat Vorrang? Erst danach lässt sich ein belastbarer Maßnahmenplan mit Verantwortlichen und Prüfschritten festlegen. Einen bereits beschlossenen Zeit- oder Investitionsplan behaupten wir hier nicht.

Annelie Henn

Aus Sicht der Teilnehmenden sollten Ausschreibungen, Einreichung, Rückfragen und Ergebnisse durchgängig verständlich sein. Für den Maßnahmenplan schlage ich vor, Erfahrungen aus der Wettbewerbsorganisation und Rückmeldungen der Mitglieder einzubeziehen und Änderungen vor dem Einsatz zu testen.

13Bin ich im DVF auch ohne Wettbewerbserfolge richtig?

Wolfgang Rau

Ich selbst fotografiere aus Freude und nehme bewusst nicht an Wettbewerben teil. Unsere Aufgabe ist der künstlerischen Fotografie verpflichtet, nicht nur Ranglisten.

Annelie Henn

Ja. Sichtbarkeit kann auch durch Bildstrecken, Ausstellungen und Austausch entstehen. Die geplanten Bildbesprechungen sollen ausdrücklich weniger erfahrene Fotografierende unterstützen. Wettbewerb bleibt ein Angebot; er soll nicht den Wert eines Menschen oder seiner Begeisterung bestimmen.

14Wie verhindert ihr, dass die Arbeit an wenigen Personen hängen bleibt?

Wolfgang Rau

Die hohe zeitliche Belastung ist real. Bei der Ausrichtung des Printcups wollen wir tragfähige Regeln schaffen, statt jedes Jahr auf eine kurzfristige Lösung hoffen zu müssen.

Annelie Henn

Allein 2025 waren wir an 14 Wochenenden für Jurierungen und Ausstellungen tätig. Das lässt sich nicht glaubwürdig als beiläufige Aufgabe darstellen. Für die nächste Amtszeit sollten wir gemeinsam prüfen, welche Aufgaben sich mit klaren Zuständigkeiten und realistischer Unterstützung verteilen lassen. Diese Aufgabenteilung ist noch auszuarbeiten.

Positionen und Perspektiven

15Kommunikation verbinden und auf Augenhöhe führen: Was ist eure Antwort?

Wolfgang Rau

Das Anliegen ist berechtigt. Vorhandene Informationswege allein beweisen noch keine gute Kommunikation. Unser Gegenargument ist deshalb nicht „alles erledigt“, sondern: Erfahrung nutzen, Schwächen beheben und Entscheidungen verständlicher machen.

Annelie Henn

Ich benenne selbst den zu kurzen direkten Kontakt. Regelmäßige digitale Treffen mit offenen Fragen sind mein konkreter Ansatz. Dafür braucht es keinen Gegensatz zwischen bisheriger Arbeit und mehr Dialog.

16Digitale Angebote bündeln und einen gemeinsamen Auftritt schaffen: Muss alles neu beginnen?

Wolfgang Rau

Ein neues Logo und eine Weiterentwicklung des Auftritts wurden bereits mit Präsidium und Landesvorsitzenden angestoßen. Eine digitale Identität beginnt also nicht bei null. Sie ist aber nicht gleichbedeutend mit einer verlässlichen Wettbewerbs-IT.

Annelie Henn

Aktuelle Nachrichten und Landesaktivitäten sind im neuen Journal-Konzept für die Website vorgesehen. Bessere Auffindbarkeit bleibt eine Aufgabe. Als nächster Schritt sollte die vorhandene Struktur geprüft und verbessert werden – nicht ohne Bestandsaufnahme ein weiteres Portal versprochen werden.

17Mitgliederwünsche und Mitgliederstimmen: Wie sollen sie wirksam werden?

Wolfgang Rau

Sachliche Kritik wollen wir aufnehmen. Zuhören bedeutet nicht, jede Anregung automatisch umzusetzen; Entscheidungen müssen auch unterschiedliche Erwartungen und die Möglichkeiten des Verbandes berücksichtigen.

Annelie Henn

Meine geplanten Fragerunden können Wünsche und Rückmeldungen früher sichtbar machen. Als Ergänzung schlage ich eine nachvollziehbare Rückmeldung vor, was aufgegriffen wird und warum anderes vorerst nicht möglich ist. Das Verfahren wäre noch abzustimmen.

18Kreative Gemeinschaft statt reiner Wettbewerbsorientierung: Ist das wirklich ein Gegensatz?

Wolfgang Rau

Wettbewerbe und Gemeinschaft schließen sich nicht aus. Ausstellungen auf Festivals, Portfolios und das bildorientierte Journal zeigen, dass unsere Arbeit bereits über Punkte hinausgeht. Diese Grundlagen sollte man weiterentwickeln, nicht als bloßes Ranking-System darstellen.

Annelie Henn

Wettbewerbe haben mich motiviert; sie bleiben wertvoll. Gleichzeitig möchte ich gemeinsames Lernen und Bildbesprechungen ausbauen. Wer Wettbewerb und Begegnung gegeneinander stellt, verkürzt die Möglichkeiten des DVF.

19Weniger Hierarchie und mehr Lernen voneinander: Was wäre sinnvoll?

Wolfgang Rau

Offene Gespräche brauchen keine unklaren Verantwortlichkeiten. Austausch erleichtern, aber Zuständigkeiten und Verantwortung nicht abschaffen. Die beiden Ziele können zusammengehen.

Annelie Henn

Bildbesprechungen, Vorträge und Fragerunden sind dafür ein konkretes Angebot. Gerade weniger erfahrene Mitglieder sollen Fragen stellen und von anderen lernen können. Es geht um ergänzende Begegnungen, nicht um eine Abwertung von Wettbewerb oder Erfahrung.

20Anerkennung jenseits von Punkten und fotografische Vielfalt: Was gibt es schon?

Wolfgang Rau

Ausstellungen, Portfolios und hochwertige Kataloge machen fotografische Arbeit über die einzelne Platzierung hinaus sichtbar. Ein Teil des gewünschten Raums besteht bereits.

Annelie Henn

Das neue Journal bietet Bildstrecken und Portfolios; junge Fotografierende erhalten eigene Seiten. Neue Präsentationsformen sollten diese Angebote sinnvoll ergänzen. Mehr Anerkennung muss nicht bedeuten, bewährte Wettbewerbe weniger ernst zu nehmen.

21Smartphone, KI und Kunst: Warum nicht einfach alle bewusst gestalteten Bilder zulassen?

Wolfgang Rau

Die Kameratechnik ist nicht die entscheidende Grenze; die fotografische Entstehung ist es. Liebertz’ Text spricht von Offenheit für KI, legt aber nicht ausdrücklich fest, ob generativ erzeugte Bilder dazugehören. Sollte das gemeint sein, widerspreche ich klar: Ein per Prompt erzeugtes Bild ist keine fotografische Aufnahme. KI-gestützte Bearbeitung einer Fotografie ist davon zu unterscheiden. Unsere bestehende Abgrenzung sollte nicht aufgeweicht werden.

22Neumitglieder begleiten: Wie setzt ihr einen leichteren Einstieg um?

Annelie Henn

Ich möchte weniger erfahrene Fotografierende beim Einreichen ihrer Bilder und bei ihrer Entwicklung unterstützen. Digitale Treffen können auch Neumitgliedern Fragen ermöglichen. Eine systematische Begrüßung mit Ansprechpartnern wäre eine sinnvolle Ergänzung, ist in unseren Schreiben aber noch nicht als fertiges Konzept beschrieben.

23Junge Fotografie braucht Raum: Ist das erst noch zu schaffen?

Annelie Henn

Nein, bei der Jugendförderung beginnen wir nicht bei null: eigene Journal-Seiten, jährliche Treffen der fünf Gruppen und öffentliche Jugendausstellungen bestehen bereits. Diese Arbeit möchte ich ausbauen. Wo konkrete Hürden bestehen, sollten wir sie prüfen; aus einem allgemeinen Wunsch folgt nicht, dass es bisher keinen Raum für junge Fotografie gab.

24Inspiration statt Verwaltung und Entlastung des Ehrenamts: Was ist realistisch?

Wolfgang Rau

Inspiration braucht funktionierende Organisation. Ausrichter, Wettbewerbsregeln, Finanzierung und verlässliche Abläufe lassen sich nicht durch eine neue Überschrift ersetzen. Das Ziel sollte unterstützende Verwaltung sein, nicht ein künstliches Entweder-oder.

Annelie Henn

Druckvorbereitung, Kuration, Kataloge und Journal sind praktische Arbeit, die Bilder sichtbar macht. Entlastung ist sinnvoll, muss aber mit tatsächlich verfügbaren Menschen und Zeit geplant werden. Weitere Formate ohne geklärte Kapazität wären kein belastbares Versprechen.

25Bundesweit verbunden und lokal sichtbarer: Was ist schon angelegt?

Wolfgang Rau

Der gemeinsame Printcup verbindet frühere Nord- und Südwettbewerbe mit einheitlichen Regeln. Bundesweite Verbindung kann also konkret umgesetzt werden, ohne regionale Aktivität zu ersetzen.

Annelie Henn

Die Aktivitäten der Landesverbände sind im Journal-Konzept ausdrücklich für die aktuellere Website vorgesehen. Das ist bereits eine Grundlage. Bessere Auffindbarkeit und einfachere Wege zum Berichten sollten wir prüfen; eine flächendeckend gelöste Vernetzung behaupten wir nicht.

26DVF als Plattform und kulturelle Stimme: Fehlt dafür bisher die Grundlage?

Wolfgang Rau

Fotografie als Kulturgut zu schützen, ist ein maßgeblicher Grund meiner Kandidatur. Unsere Ausstellungen und Kooperationen schaffen bereits eine öffentliche Bühne. Kultur ist für uns keine erst neu zu entdeckende Aufgabe.

Annelie Henn

Journal, Portfolios, Jugendseiten und kuratierte Ausstellungen sind konkrete Präsentationsräume. Eigene Mitgliederprojekte könnten daran anknüpfen. Ein zusätzliches Plattformangebot sollte erst nach einem klaren Bedarf, einem Nutzen und einer tragfähigen Betreuung bewertet werden.

27Internationale Verbindungen: Was könnt ihr dazu belegen?

Wolfgang Rau

Nationale und internationale Juryerfahrung ist vorhanden. Sie ist allerdings nicht dasselbe wie ein ausgebautes Netzwerk von Partnerverbänden. Gemeinsame internationale Projekte können wir auf ihren Nutzen prüfen; ein bereits bestehendes umfassendes Austauschprogramm wäre ohne zusätzliche Belege keine ehrliche Behauptung.

Annelie Henn

Auch ich juriere nationale und internationale Wettbewerbe. Neue Begegnungsformate sollten die Arbeit für unsere Mitglieder sinnvoll ergänzen und mit den verfügbaren Kapazitäten abgestimmt werden. Ein konkretes internationales Programm müssten wir erst ausarbeiten.

28Digitale Treffen als Ergänzung zur Präsenz: Worin unterscheidet ihr euch?

Annelie Henn

Hier besteht kein grundsätzlicher Gegensatz. Wir organisieren reale Ausstellungen und Jugendbegegnungen; ich möchte sie durch regelmäßige digitale Gespräche ergänzen. Online sollen Fragen, Lernen und Bildbesprechungen leichter zugänglich werden. Das gemeinsame Erleben von Fotografien vor Ort bleibt wichtig.

29Fotoindustrie und Handel: Sind Kooperationen erst ein Zukunftswunsch?

Wolfgang Rau

Kooperationen bestehen bereits, besonders die langjährige Zusammenarbeit mit CEWE und die Unterstützung durch den Photoindustrie-Verband. Sie helfen bei unseren Ausstellungen. Ein pauschaler Ruf nach Vernetzung übersieht diese Aufbauarbeit. Weitere Kontakte sind willkommen; in der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Branche braucht es aber realistische Erwartungen statt unbelegter Sponsoringversprechen.

DVF Verbandstag 2026

Am 3. Oktober mitentscheiden.

Die Präsidiumswahl findet beim DVF-Verbandstag im FORUM Mindelheim statt. Der Verbandstag beginnt um 9 Uhr; die Preisverleihung der Deutschen Fotomeisterschaft folgt um 14:30 Uhr.

Wolfgang Rau und Annelie Henn bitten um Unterstützung, um Erreichtes verlässlich fortzuführen und zugleich erkannte Schwächen zu verbessern. Ihr gemeinsames Ziel ist ein DVF, der Fotografie als wichtigen Teil der Kultur schützt, die Leistungen seiner Mitglieder sichtbar macht und näher mit den Menschen im Verband im Austausch steht.

Wer Wolfgang Rau als Präsidenten und Annelie Henn als Vizepräsidentin unterstützen möchte, sollte teilnehmen oder die aktuellen Regeln zur Stimmübertragung auf der DVF-Website beachten.

Termin und Veranstaltungsort beim DVF Bayern ↗

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